Was ist
Pulsbiofeedback?
Der Ausdruck Biofeedback stammt aus der
psychosomatischen Forschung sowie aus dem Bereich der
Verhaltenstherapie. Biofeedback beschreibt die
biologische Rückmeldung von unbewusst ablaufenden
Körperfunktionen, wie Muskelspannung, Atmung, Herz- bzw.
Pulsfrequenz, etc. Im Bereich der Verhaltenstherapie
werden Patienten, mit dauerhaften Problemen wie Migräne,
Bluthochdruck bzw. niederem Blutdruck, etc., mit
Biofeedback behandelt. Die Patienten lernen ihre
Körperfunktionen bewusst zu kontrollieren und zu
beeinflussen. Ein Biofeedbackgerät fungiert als eine Art
„sechster Sinn“ der Patienten, welches mit Hilfe von
Elektroden und Sensoren die verschiedenen
Körperfunktionen misst und diese dann via Bildschirm
oder Lautsprecher ausgibt.
1) Sensorik Allgemein:
Das Wort Sensorik leitet sich aus dem
Lateinischen "sensere" = fühlen, wahrnehmen ab. Es
bezeichnet entsprechend die Bestandteile eines
Systems, die die
Wahrnehmung betreffen.
Innerhalb der
Ingenieurwissenschaften versteht man unter
Sensorik die Menge der
Sensoren einer Steuerung, einer
Messanlage oder eines
Regelkreises.
Unter Sensor versteht man im Allgemeinen
ein technisches Bauteil, welches äußere Beschaffenheiten
und Einflüsse erfassen kann. Man unterscheidet zwischen
2 Arten von Sensoren: passive und aktive Sensoren.
Passive Sensoren benötigen eine Versorgungsspannung. Sie
erhöhen bzw. erniedrigen, je nach Änderungen der zu
messenden Beschaffenheit, ihren Spannungsabfall. Das
heißt sie ändern ihren Widerstand. Dies macht sich
bemerkbar durch minimale Spannungsänderungen im
mV-Bereich. Grob gesagt muss nur noch der
Gleichstromanteil weggefiltert und die Spannungsänderung
über einen Verstärker vergrößert werden. In Wirklichkeit
besteht dieser Prozess aus vielen Einzelschaltungen und
ist relativ kompliziert. Ein Beispiel für einen passiven
Sensor ist ein Phototransistor, welcher je nach
Lichtintensität seinen Widerstand verändert.
Aktive Sensoren benötigen keine Versorgungsspannung. Sie
erzeugen selbst eine geringe Spannung, dessen Höhe durch
das Ausmaß der aufgetretenen Änderung bestimmt wird (bei
einer großen Änderung der Temperatur liefert ein
Temperatursensor höhere Ausgangsspannung). Die Spannung
wird durch physikalische Eigenschaften erzeugt.
Auch hier müsste grob nur noch das Signal verstärkt
werden, aber der Prozess ist genauso komplex.
Beispiele für aktive Sensoren sind sind zB.
Bewegungsmelder, welcher über pyroelektrische
Eigenschaften bei Temperaturänderung (hervorgerufen
durch die menschliche Körperwärme) minimale Spannungen
erzeugt. Die erzeugte Spannungänderung, welche die
verschiedensten Sensoren liefern, kann nun auf viele
Arten verarbeitet werden.
2) Probleme von
Sensoren:
Die verschiedenen Probleme, die bei der
Sensorik auftreten, machen den Vorgang des Messens sehr
kompliziert. In der Sensorik gibt es meist Probleme mit
Störeinflüssen, die auftreten können durch:
Rauschspannungen oder andere Störungen wie Bewegungen
oder Temperaturabhängigkeiten.
3)
Optoelektronische Sensoren:![]()
Sensoren die optoelektronische Eigenschaften besitzen,
bilden durch Veränderungen des Lichtes
Spannungsänderungen. Meist arbeiten sie mit sichtbarem
Licht, es gibt aber auch Anwendungen für Infrarotlicht
oder Ultraviolette Strahlung. Durch Licht-Änderungen
kann entweder der Widerstand verändert werden
(Fototransistor), oder eine Spannung erzeugt werden
(Photodiode).
Die Wahl des Sensors für dieses Projekt fiel auf einen
Phototransistor (Bild), der auf Infrarotlicht reagiert.
Der Phototransistor gehört zur Gruppe der passiven
Sensoren. Er wird mit Spannung versorgt und ändert je
nach Lichtintensität seinen Widerstand. Messung über
Infrarot eignet sich zwar nicht perfekt für Pulsmessung,
aber es ist vom finanziellen Standpunkt her sehr
günstig, weiters ist das erzeugte Signal relativ leicht
zu verarbeiten.
4) Messverfahren
über Infrarot:
Grundsätzlich besteht der Infrarot-Sensor
aus einer Sendediode, einem Phototransistor, und einer
Umfangreichen Schaltung, die aus der geringen
Spannungsänderung des Phototransistors ein verwertbares
Rechtecksingal erzeugt, welches von der
Signalverarbeitung für Pulsanzeige oder Wiedergabe vom
verzögerten Puls verarbeitet wird. Infrarotes Licht hat
eine Wellenlänge von ca. 780nm-1mm und befindet sich
unterhalb des Frequenzspektrums des Sichtbaren Lichtes
(siehe Abb). Es kann problemlos dünne Körperteile
durchdringen, wie zB. Ohr oder Finger.
5) Beschreibung:
Jeder Körperteil wird je nach Puls einmal
mehr, einmal weniger stark mit Sauerstoffreichem
hellrotem Blut versorgt. Das bedeutet mit dem Puls ist
das Gewebe einmal mehr, einmal weniger gut durchlässig
für Licht. Dieser Effekt wird bei der Messung
ausgenutzt. Die Sendediode und der Phototransistor
müssen so angebracht werden, dass sich gut durchblutetes
Gewebe dazwischen befindet Wenn sich nun Ohr oder
Finger zwischen Sender und Empfänger (Phototransistor)
befindet, erreicht den Empfänger mit dem Puls einmal
mehr, einmal weniger Infrarotes Licht. Es ergibt sich
eine Änderung des elektrischen Widerstandes und damit
eine geringe Änderung der Spannung. Um ein gutes
Messergebnis zu erzielen, müssen Sender und Empfänger
so nah wie möglich an das Gewebe herangebracht werden.
Dies wird mit einem Ohrclip ermöglicht, den man sich
ähnlich einer Wäscheklammer an das Ohr hängt. Es ist
empfohlen, über das Ohrläppchen zu messen, da es sich um
eine sehr dünne Körperstelle handelt und gute
Messergebnisse erzielt.
6) Zusätzliche
Beschaltung:
Zusätzlich zu Sender und Empfänger wird
eine Schaltung benötigt, die aus der kleinen
Spannungsänderung ein verwertbares Rechtecksingnal
erzeugt. Hierzu sind mehrere Verstärker- und
Filterstufen notwendig, die den Gleichanteil
herausfiltern, Störsignale eliminieren und die geringe
Spannungsdifferenz in den Volt-Bereich verstärken. Ein
Komparator und ein Inverter generieren aus dem
Unförmigen Signal Rechteckimpulse.
Die prinzipielle Vorgehensweise des Pulssensors siehe
Abb.
7)
Implementierung
5) Hinweise:
Die hundertprozentige Funktionalität des Sensors für
alle Personen ist nicht gewährleistet, da die gute
Verwertbarkeit des gemessenen Signals von Blutdruck,
Puls, Körpergewicht und anderen Faktoren abhängen kann.
Mitunter sind andere Dimensionierungen bzw.
Einstellungen bei den kalibrierbaren Elementen nötig, um
das gewünschte Messergebnis zu erreichen.












Der
Strom-Spannungswandler wurde mit einem OPV
realisiert, bei welchem zwischen invertierendem
Eingang und Ausgang einen 100k
Nun
befindet sich das Signal im 10mV-Beriech und ist
invertiert. Als nächster Schritt muss ein
Tiefpass hochfrequente Störungen herausfiltern,
bevor es weiter Verstärkt wird. Sonst werden
auch die Störungen mitverstärkt und verfälschen
das Signal umso mehr. Als Tiefpass wird ein
RC-Glied mit einer -3dB Knickfrequenz von
33Hz.Er filtert Rauschgrößen ab 33Hz aus dem
Signal.

Der
Komparator erzeugt nun aus dem Signal, welches
nun im Volt-Bereich liegt, ein Rechtecksignal.
An den nicht-invertierenden Eingang wird eine
Referenzspannung geschalten, welche nun mit dem
Eingangssignal am invertierendem Eingang
verglichen wird. Ist die Eingansspannung
geringer als die Referenzspannung, Steuert der
OPV auf 0V aus, ist die Eingangsspannung größer
als die Referenzspannung, Steuert der OPV auf
die maximale Ausgangsspannung aus. Die
Referenzspannung kann über ein Potentiometer
kalibriert werden, um sie bei Bedarf ändern zu
können. R = 0 - 25k




